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Mobilität

Am 18. und 19. Oktober fand in Ingolstadt die 15. Fachkonferenz Automobil Interieur statt. SV Veranstaltungen hat unter der Leitung von Arno Jambor und Andras Hentenyi wieder ein komplett überzeugendes Event auf die Beine gestellt. Zwei Tage spannende Vorträge rund um den Fahrzeuginnenraum. Mit zahlreichen Blicken über den Tellerrand. Richtung Stoffe, Mode, Materialen, Architektur und auf die gesetzliche Lage zum Thema autonomes Fahren. Eine Hand voll Aussteller mit interessanten Exponaten, eine Werksführung durch die Produktion von Audi und ein kommunikativer Abend im Restaurant der Audiwelt haben die Veranstaltung perfekt abgerundet.

Die Inhalte in ein paar Punkten zusammen gefasst:

  • China und die Menschen in China ändern sich rasant. Konnte man vor kurzer Zeit noch jedes Fahrzeug auf dem Markt werfen, haben heute die Kunden dort dezidierte Vorstellungen über ihre Fahrzeuge und ihre Mobilität
  • Personas brauchen eine gewisse Tiefe und einen gewissen Detaillierungsgrad. Entsprechend formuliert können Ozzy Osbourne und Prince Charles identische Personabeschreibungen haben
  • Die Starbucks Coupons als Symbol für ortsabhängige Kundenanprache sind nicht tot zu kriegen. Ich sehe sie als eine Metapher, nicht als ernsthaften Marketingansatz
  • In der Behandlung von Daten können wir den gleichen Ansatz gehen, wie ihn unser Hausarzt verfolgt: Symptom, Diagnose, Behandlung
  • Daimler definiert Luxus als Spannungsfeld aus heißer, roter Emotion und kalter, blauer Ingenieurtätigkeit. Mit diesem kunden-orientierten Ansatz gehen sie sicher den richtigen Weg. Ich halte es eher mit Matthew Mockridge: „Luxus heißt nicht, es ist so teuer dass es sich kein anderer leisten kann. Luxus heißt, es ist so individuell, dass es kein anderer versteht.“ 
  • Fahrzeuge machen den Schritt vom Navigieren zum Entdecken
  • Evolution strebt nach Vielfalt, das sorgt für Stabilität
  • Es ist eine Beleidigung des menschlichen Geistes, in Echtzeit im Stau zu stehen
  • Generation Alpha, also die nach 2010 Geborenen, wird nicht mehr zwischen virtueller und realer Welt unterscheiden
  • Es gibt Handtaschen für unglaubliche Summen, die von Menschen gefertigt werden, die 10 Jahre lernen müssen, um sie anzufertigen. Die Luxuswelt kann Impulse für den Fahrzeuginnenraum geben und tut es heute schon häufig
  • Autonomes Fahren existiert. Es nennt sich Bahnfahren. Technische und organisatorische Randbedingungen sind aber eher unterschiedlich
  • Die OEMs verfolgen verschiedene Ansätze zur Gestaltung des Fahrzeuginnenraums. Von eher traditionellen Konzepten bis hin zu drehenden Sitzen. Kernpunkte sind die Übernahmestrategien von Fahrzeug zum Fahrer, die Nutzung des Innenraums als Ort der Kommunikation und die Auslegung des Interieurs als Lounge bzw. Wohnzimmer oder eher traditionell
  • Der Spagat zwischen einfacherer Fortbewegung und Spaß am Fahren bleibt erhalten. Zentral ist das fragile Vertrauen in die Technologie
  • Gefahren werden kann zum Erlebnis werden
  • Zukünftige Trends in der Fahrzeugarchitektur sind Vereinfachung, Flexibilität, Digitalisierung
  • Die automobilen Megatrends sind e-Mobility, Connectivity, ADAS, die dazugehörigen Sub-Trends sind HMI, Oberflächen, Beleuchtung, Klima und Sitze
  • Mit innovativen Konzepten für Lenkräder und HMIs kann die Übernahmezeit vom Fahrzeug auf den Fahrer signifikant verkürzt werden. Das Spiegeln der Handyoberfläche scheint ein gangbarer Kompromiss zwischen Sicherheit und Kundenbedürfnis zu sein
  • Ein benutzerorientiertes HMI wird über die Nutzung von Personas, User Journeys, Use Cases und einer gestalterischen Gesamtlösung erreicht
  • Haptisches Feedback erleichtert die Mensch-Technik Interaktion
  • Die rechtlichen Probleme beim autonomen Fahren sind zum Teil ungelöst. Wie eine Lösung aussehen kann, wird nur langsam deutlich

Ich bin nächstes Jahr wieder dabei!

Ein Armaturenbrett war mal ein Brett mit Armaturen. Bis in die 1930er Jahre war das der Standard. Ein Holzbrett. Löcher rein. Armaturen befestigt. Das Grundprinzip gilt bis heute. Im Laufe der Zeit wurden die Formen komplexer. Die Instrumente wurden besser integriert. Die Zahl der Funktionen nahm zu. Kamen unsere Altvorderen mit 2 bis 3 Zeigerinstrumenten aus, wuchs die Zahl der Knöpfe, Lämpchen und Zeiger mit jeder Fahrzeuggeneration.

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Die CES 2016 in Las Vegas setzte einen Trend der letzten Jahre fort. Fahrzeughersteller und  Zulieferer nehmen immer mehr Raum rein. War die Northhall bis vor ein paar Jahren noch die Halle mit den Bumm-Bumm Jungs, dicke Lautsprecher, dicke Kabel, dicker Sound, tummeln sich heute dort Firmen wie Audi, VW, Ford, Mercedes, Toyota, Kia, Fiat Chrysler, Bosch, ZF und Denso. Im Mittelpunkt stehen Cockpitkonzepte. Elektronik. Konnektivität. Autonomes Fahren. Das physische Fahrzeug tritt hinter seine Applikationen, seine Rolle in der Welt der Mobilität und sein digitales Erscheinen zurück.

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Am 11. und 12. November 2015 fand die 14. Ausgabe der Konferenz Automobil Interieur statt. Untertitel Lebensraum und Arbeitsplatz. Zwei Tage Vorträge zu allen Aspekten des Fahrzeuginnenraums. Eine Werksführung bei Faurecia. Ein Abendessen in gemütlicher Atmosphäre. Runde Sache.

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Frank Rinderknecht ist verrückt. Er ist der erste, der das zugibt. Und kommuniziert. Verrückt im Sinne von verrücken. Also Dinge bewegen. Woanders positionieren. Neue Sichtweisen schaffen. Geht nicht gibt es für ihn nicht. Vom Easy Rider Lenker fürs Fahrrad über das Tuning vom allem, was fährt bis zum tauchenden Auto. Seine Vision von der Zukunft der Mobilität, von der Zukunft des Fahrens, der Zukunft der menschlichen Gesellschaft gießt er jedes Jahr in ein Fahrzeug. Ein Konzept, mit dem er die Wirklichkeit herausfordert. Unser Denken konfrontiert. Unsere Wahrnehmung verändert. Eine aufregende Studie. Aufregend in jeder Hinsicht. Aufregend im Sinne von spannend. Packend. Faszinierend. Viele regen sich darüber auf. Äußern Unverständnis. Ablehnung. Alles Spinnerei. Jedes Jahr stößt Rinderknecht einen Diskurs über die Zukunft des Fahrens an. Über Mobilität. Über Emotionen. Über uns. Darüber, wie wir leben. Wie Mensch und Technik integriert werden.

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