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Buchgedanken zu meinem eigenen Buch? Versuchen wir es mal… Nach langen Wochen und Monaten, nach dem Erstellen, Diskutieren, Überdenken und Verwerfen von Konzepten, nach dem Schreiben an bekannten und exotischen Orten, nach durch geschriebenen Nächten, ist mein Buch „Verstreut meine Asche im Meer vor Mallorca“ bei Amazon online. Ich empfinde eine Mischung aus Stolz, Freude und Unsicherheit. Stolz und Freude über die nicht ganz einfache Geburt dieses Babies. Unsicherheit darüber, dass ich es jetzt gehen lassen muss, sich dieses Buch auf dem Markt, vor den Lesern bewähren muss.

Es geht in meinen Essays über das Leben. Mein Leben. Meine Kindheit in Berlin Lichtenrade. Familie, Eltern, Geschwister und Großeltern. Meine Frauen und die beiden Jungs, die ich adoptiert hat. Ein Leben wie viele: Schule, Studium, Beruf. Ein besonderes Leben: die Liebe zu Mallorca, seine Reisen, seine Musik. Ich schreibe über den Tod. Den Tod meiner beiden Frauen. Wie Leben zerfallen kann. Den Verlust. Den Schmerz. Und über das wieder Aufstehen. Mut finden. Ins Leben finden. Herr über sein eigenes Leben werden. Ans Steuer des eigenen Schicksals kommen.

Es geht um Berlin, um Port d’Andratx und um das Schwabenland. Um Asien und die USA. Um Mensch und Technik. Mensch-Maschine Schnittstellen, autonomes Fahren, Technologie und Psychologie. Es geht um Digitale Nomaden, alte und neue Arbeitswelten. Die Zukunft. Wege durch das Leben werden beschrieben. Wege nach oben, Wege nach unten und den Weg wieder zurück ins Leben. Um Auslandsadoptionen und Inlandsadoptionen. Musik hören. Musik machen. Genießen. Es geht um Freunde, Familie, prägende Menschen, Wegbegleiter und Lebensereignisse.

Hier ein Ausschnitt aus dem Kapitel „Mensch und Maschine – Symbiose oder Konflikt?“, in dem es um das Verhältnis von Menschen und Maschinen geht, Historie, Probleme, Hoffnungen, Perspektiven.

Zu Beginn des Computerzeitalters, in den 60er und 70er Jahren, waren Rechner riesige Maschinen, die weit weg standen. In irgendwelchen Kellern. Es gab spezielle Arbeitsplätze, die Bildschirm und Tastatur hatten. Im Keller. Am Rechner. Oder weiter weg. In den 80er Jahren wanderten die Maschinen auf den Schreibtisch. PC. Personal Computer. Monolithische Systeme mit Röhrenbildschirmen. Sie wurden sichtbar. Übergroß. Ganz verwegene Menschen hatten sogar einen PC zu Hause. Bei mir war es 1987 soweit.

Bis 1997 hatte ich an der Uni zwei Arbeitsplätze. Einen zum Lesen und Schreiben mit der Hand. Daneben einen mit PC. Die Festplatte hatte unglaubliche 500MB. Die eine Hälfte war für mich. Die andere diente per Netzwerk Kollegen als Back Up Laufwerk.

In den 90ern kamen die ersten wirklich transportablen Laptops auf den Markt. Die Technik wurde immer kleiner. Und begann immer dichter an den Menschen zu rücken. Heute tragen wir die Rechenleistung in der Hosentasche. Am Handgelenk. Auf dem Augapfel. Zuckermessungen per Kontaktlinse. Intelligente Prothesen, die über Nervenimpulse gesteuert werden. Bald wird Rechenleistung in uns sein. Miniroboter, die in unseren Blutbahnen zirkulieren und Krankheiten bekämpfen. Implantierte Hörgeräte. Künstliche Netzhäute. Krankheiten werden vor dem Ausbruch geheilt. Die Sinne werden gestärkt. Wahrnehmungen ermöglicht. Blinde lernen sehen. Taube hören. Lahme gehen.

Netzwerke aus verteilten intelligenten Systemen werden Fertigungsanlagen optimal steuern. Verkehrsströme werden durch allgegenwärtige Sensorik flüssig gehalten. Smart Homes, komplett vernetzte Häuser und Wohnungen, werden unser Leben einfacher machen. Jedes Gerät, jedes System wird eine eigene Intelligenz haben. Wird komplett vernetzt sein. Über Cloud und Fog, Wolke und Nebel, zentrales und vernetztes Computing, Daten austauschen, sammeln, aggregieren. Informationen zu Wissen machen. Entscheidungen fällen. Services anbieten.

Nachdem Computertechnik erst unsichtbar im Keller stand, dann übergroß raumgreifend auf dem Schreibtisch auftauchte, in der Folge an unsere äußere Hülle rückte, wird sie in Zukunft wieder unsichtbar werden. Miniaturisiert. Im Körper. In physischen Systemen verbaut. Aus Technik, aus Hardware wird Funktion. Aus System wird Resultat. Aus Silizium wird Nutzen.

Vom 24. bis 26. April 2016 fand in Dearborn die we.Conect Car HMI USA 2016 statt. Der erste Auftritt von we.Conect zum Thema HMI in den USA. Dearborn als Heimatstadt von Ford. Detroit als Zentrum der Amerikanischen Fahrzeugindustrie. Immer noch. Die Meetings in Berlin sind schon lange fester Bestandteil meines Kalenders. Die Erwartungen waren hoch. Und sind erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen worden. Spannende Menschen. Spannende Themen. Spannendes Format. Inhalte. Netzwerk. Selbstdarstellung.

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Ein Armaturenbrett war mal ein Brett mit Armaturen. Bis in die 1930er Jahre war das der Standard. Ein Holzbrett. Löcher rein. Armaturen befestigt. Das Grundprinzip gilt bis heute. Im Laufe der Zeit wurden die Formen komplexer. Die Instrumente wurden besser integriert. Die Zahl der Funktionen nahm zu. Kamen unsere Altvorderen mit 2 bis 3 Zeigerinstrumenten aus, wuchs die Zahl der Knöpfe, Lämpchen und Zeiger mit jeder Fahrzeuggeneration.

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Die CES 2016 in Las Vegas setzte einen Trend der letzten Jahre fort. Fahrzeughersteller und  Zulieferer nehmen immer mehr Raum rein. War die Northhall bis vor ein paar Jahren noch die Halle mit den Bumm-Bumm Jungs, dicke Lautsprecher, dicke Kabel, dicker Sound, tummeln sich heute dort Firmen wie Audi, VW, Ford, Mercedes, Toyota, Kia, Fiat Chrysler, Bosch, ZF und Denso. Im Mittelpunkt stehen Cockpitkonzepte. Elektronik. Konnektivität. Autonomes Fahren. Das physische Fahrzeug tritt hinter seine Applikationen, seine Rolle in der Welt der Mobilität und sein digitales Erscheinen zurück.

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Am 11. und 12. November 2015 fand die 14. Ausgabe der Konferenz Automobil Interieur statt. Untertitel Lebensraum und Arbeitsplatz. Zwei Tage Vorträge zu allen Aspekten des Fahrzeuginnenraums. Eine Werksführung bei Faurecia. Ein Abendessen in gemütlicher Atmosphäre. Runde Sache.

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Frank Rinderknecht ist verrückt. Er ist der erste, der das zugibt. Und kommuniziert. Verrückt im Sinne von verrücken. Also Dinge bewegen. Woanders positionieren. Neue Sichtweisen schaffen. Geht nicht gibt es für ihn nicht. Vom Easy Rider Lenker fürs Fahrrad über das Tuning vom allem, was fährt bis zum tauchenden Auto. Seine Vision von der Zukunft der Mobilität, von der Zukunft des Fahrens, der Zukunft der menschlichen Gesellschaft gießt er jedes Jahr in ein Fahrzeug. Ein Konzept, mit dem er die Wirklichkeit herausfordert. Unser Denken konfrontiert. Unsere Wahrnehmung verändert. Eine aufregende Studie. Aufregend in jeder Hinsicht. Aufregend im Sinne von spannend. Packend. Faszinierend. Viele regen sich darüber auf. Äußern Unverständnis. Ablehnung. Alles Spinnerei. Jedes Jahr stößt Rinderknecht einen Diskurs über die Zukunft des Fahrens an. Über Mobilität. Über Emotionen. Über uns. Darüber, wie wir leben. Wie Mensch und Technik integriert werden.

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