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Die CES 2016 in Las Vegas setzte einen Trend der letzten Jahre fort. Fahrzeughersteller und  Zulieferer nehmen immer mehr Raum rein. War die Northhall bis vor ein paar Jahren noch die Halle mit den Bumm-Bumm Jungs, dicke Lautsprecher, dicke Kabel, dicker Sound, tummeln sich heute dort Firmen wie Audi, VW, Ford, Mercedes, Toyota, Kia, Fiat Chrysler, Bosch, ZF und Denso. Im Mittelpunkt stehen Cockpitkonzepte. Elektronik. Konnektivität. Autonomes Fahren. Das physische Fahrzeug tritt hinter seine Applikationen, seine Rolle in der Welt der Mobilität und sein digitales Erscheinen zurück.

2. Teil über die Konferenz Automobil Interieur.

Der zweite Tag fand in getrennten Räumen statt. Im größeren wurde der Schwerpunkt Material und Leichtbau gesetzt. Im kleinen Saal ging es um Elektronik. Da ich hier Moderator war, kann ich naturgemäß nichts zum anderen Forum sagen.

Frank Rinderknecht ist verrückt. Er ist der erste, der das zugibt. Und kommuniziert. Verrückt im Sinne von verrücken. Also Dinge bewegen. Woanders positionieren. Neue Sichtweisen schaffen. Geht nicht gibt es für ihn nicht. Vom Easy Rider Lenker fürs Fahrrad über das Tuning vom allem, was fährt bis zum tauchenden Auto. Seine Vision von der Zukunft der Mobilität, von der Zukunft des Fahrens, der Zukunft der menschlichen Gesellschaft gießt er jedes Jahr in ein Fahrzeug. Ein Konzept, mit dem er die Wirklichkeit herausfordert. Unser Denken konfrontiert. Unsere Wahrnehmung verändert. Eine aufregende Studie. Aufregend in jeder Hinsicht. Aufregend im Sinne von spannend. Packend. Faszinierend. Viele regen sich darüber auf. Äußern Unverständnis. Ablehnung. Alles Spinnerei. Jedes Jahr stößt Rinderknecht einen Diskurs über die Zukunft des Fahrens an. Über Mobilität. Über Emotionen. Über uns. Darüber, wie wir leben. Wie Mensch und Technik integriert werden.

Beim Schreiben über Kultur  tritt man immer in die Klischeefalle. Stereotypen verführen zur Vereinfachung und zur Verallgemeinerung. Hier sollen sie nur dem Verständnis dienen. Bei der Beschäftigung mit Kultur wird nie die Realität beschrieben. Sondern immer nur ein generisches Konstrukt. Wenn über „die Amerikaner“ oder „die Asiaten“ geschrieben wird, kann jeder aus eigener Erfahrung ein Gegenbeispiel nennen.

Erinnert sich noch jemand an die frühen Zeiten? In denen das Anschließen eines Druckers an einen Computer eine Aktion von Stunden war? Die eigentlich nur von Experten bewältigt werden konnte? Erst musste der Drucker verkabelt werden. Dann mussten Hardwareeinstellungen an Rechner und Computer vorgenommen werden. Oft mit DIP-Switches. Ohne Beschriftung. Extrem klein. Irgendwo versteckt. Danach kam die Installation von Treibern. Verschiedene Versionen für verschieden Hardware und Betriebssysteme. Am Ende stand, mit ein wenig Glück, der erste Ausdruck. Die Installation meines letzten Druckers war dagegen ein Kinderspiel: USB Kabel einstecken. Zwei Minuten warten. Bis die Software automatisch installiert war. Fertig. Vereinfachung bringt Usability.

Ich nutze häufig Mietwagen. Das ist jedes Mal ein großer Spaß. Immer mit einem Überraschungseffekt belegt. Welche Marke. Welches Modell. Welcher Zustand. Eines der Highlights dieses Jahr war sicher ein koreanisches Microcar mit Klebstoffflecken außen und einem leicht schimmeligen Geruch innen. Spannend ist auch immer die Herausforderung, die Multimediasysteme der Fahrzeuge zu nutzen. Naturgemäß handelt es sich dabei um einfachste Geräte, die Radio, Medien und manchmal Bluetooth Connectivity fürs Telefon bieten. Viele Dinge funktionieren intuitiv. Einiges geht unter Schmerzen. Machens bleibt für immer ein Geheimnis.

Ubiquitous Computing

Computing ist schon fast überall. Wir sind auf dem Weg dazu, dass es allegegenwärtig, also ubiquitous, wird. Wearables sind ein kleiner Markt mit riesigen Wachstumsraten. In wenigen Jahren werden die Fitnessarmbänder von heute wie Relikte einer vergangenen Epoche wirken. Die HMIs sind heute noch sehr rudimentär. Smart Watches bauen Handy HMIs in klein nach. Andere haben monochrome Minidisplays. Da ist viel Raum nach oben.

Elektrisches Fahren

Die Elektrifizierung der Fahrzeuge, das Ersetzen von Benzinmotoren durch elektrische Motoren, wird einen deutlichen Einfluss auf die HMIs in Fahrzeugen haben. Flaschenhals bei der Nutzung von Elektrofahrzeugen ist im Moment die begrenzte Reichweite und die lange Ladezeit. Anzeigen über Energieverbrauch, den Verbrauch einzelner Komponenten oder die Reichweite werden essentiell. Energiesparende Displays werden an Bedeutung gewinnen. Jedes Watt wird zählen. So wie jedes Gramm bei der Gewichtsreduzierung zählen wird.